In Pension! - Im Unruhestand?

Der erste Tag in der Pension ist nun gekommen! Wie wird dieser Lebensabschnitt nun verlaufen? Das ist die entscheidende Frage. Es liegt jedoch an jedem Einzelnen, wie die künftigen Tage, Wochen und Jahre für ihn selbst und seiner Familie gestaltet werden. Dazu ein paar Anregungen .

1. Pensionsschock:

Von einem Tag nach dem anderen ist man aus dem Berufsleben „herausgerissen“ und weiß plötzlich nicht, was man den lieben langen Tag anfangen soll. Man fängt an sich selbst zu zweifeln, da man nicht mehr ein kleines oder großes Rädchen im großen Arbeitsablauf ist. Die eigene Wertigkeit wird in frage gestellt und man fühlt sich irgendwie isoliert. Ist das nun der „Pensionsschock!“.

Dem ist aber nicht so! Man muss sich nur klar werden, dass nunmehr ein neuer Lebensabschnitt, auch wenn es der letzte ist, begonnen hat. Und diesen Lebensabschnitt soll man so sehen, wie er ist. Mit der Erfahrung aus dem Berufsleben und dem Alter muss man nun lernen umzugehen. Wenn sie die Anregungen auch nur zum Teil aufgreifen, werden sie sehen, dass das Leben in der Pension auch etwas Schönes ist, dass nunmehr die Zeit relativ ist und das Zusammenleben mit seinen Lieben eine andere Qualität als früher hat.

2. Zeitstruktur:

Die ganzen aktiven Arbeitsjahre waren geprägt von einem fixen Tagesablauf. Die Stunden in der Arbeit und die Stunden mit der Familie. Das ist nun anders. Nunmehr steht der ganze Tag zur Verfügung. Was macht man mit dieser gewonnen Zeit?

Nachdem die erste „Euphorie“ über den Pensionsantritt verflogen ist, ist es einer der wichtigsten Punkte gemeinsam mit der Familie festzulegen, wie der Tages- und wenn möglich, auch der Wochenablauf in groben Zügen für jeden Einzelnen ablaufen soll. Man kann festlegen, dass an einen bestimmten Tag die Einkäufe allein oder gemeinsam getätigt werden, wann und wer die tägliche Hausarbeit macht, wann gemeinsame Aktivitäten vorgesehen sind und manch anderes. Vergessen sie nicht, dass der junge Pensionist ein „Fremdkörper“ im Tagesablauf der anderen darstellt. Dementsprechend ist die Einbindung des „Jungpensionisten“ gleich nach Pensionsantritt so wichtig.

So eine gemeinsam erarbeitete Zeitstruktur, die natürlich flexibel gesehen werden soll, trägt entscheidend bei, dass das künftige Leben gemeinsam mit der Familie harmonisch und ohne größere Differenzen verläuft.

3. Weiterbildung:

Jetzt ist endlich die Zeit gekommen, wo man endlich sich mit den Dingen beschäftigen kann, wo man früher aus Zeitmangel keine Möglichkeit gesehen hat. Warum sollte man nicht jetzt Kurse besuchen, wie etwa im handwerklichen Bereich oder anfangen seine Sprachkenntnisse aufzufrischen oder überhaupt eine neue Sprache zu erlernen. Was wäre es mit japanisch, oder russisch? Wer rastet, der rostet! Die kleinen grauen Gehirnzellen wollen gefüttert werde. Und glauben sie mir, beim Lernen bleibt man jung! Probieren sie es aus und sie werden überrascht sein. Ein kleiner Nebeneffekt beim Erlernen einer Sprache besteht auch, dass man auf einer Reise die neuen Sprachkenntnisse gleich anwenden kann.

4. Vereinstätigkeit:

Ein großes Betätigungsfeld ergibt sich aus mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit in den vielen Vereinen, die es gibt. Es muss ja nicht in eine Vereinsmeierei ausarten. Vereine sind froh, wenn sie berufserfahren Mitglieder haben, die die Probleme des Vereins lösen können. Dazu kommt noch, dass man unter Gleichgesinnten ist und die Geselligkeit nicht zu kurz kommt.

 

Schreiben Sie uns welche Erfahrungen Sie in der Pension gemacht haben. Hatten sie einen „Pensionsschock“, oder reden das die anderen uns nur ein? Haben sie weiter Anregungen, wie man seine Pension gestalten sollte. Jede Antwort, die wir bekommen, wird, wenn gewünscht, auch ohne volle Namensnennung veröffentlicht.

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