Vor Pensionsantritt

Für sich selbst ist bereits innerlich die Entscheidung gefallen, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt der aktive Dienst beendet sein wird und ein neuer Lebensabschnitt mit Eintritt in die Pension beginnen wird. Um diese doch sehr große Veränderung in seinem Leben in den Griff zu bekommen, sind im wesentlichen 2 Punkte zu beachten:

1.   Organisatorische Regelungen:


Zeitgerechte Mitteilung an seinen Vorgesetzten um eine eventuelle Nachfolgerfrage abzuklären und seinem Nachfolger Zeit zur Einarbeitung zu ermöglichen.

Langsam beginnen seine jahrelang gesammelten Arbeitsunterlagen durchzusehen und zu entscheiden, was bleibt zurück, was ist mir wichtig, auf das ich vielleicht später noch einmal zurückgreifen will, und welche Unterlagen absolut nicht mehr gebraucht werden können.

 

Man glaubt kaum, was sich in den Jahren alles angesammelt hat, dass nun in diesem Sinne „entsorgt“ werden soll.

Der große Papierkorb wartet!

 



 

Empfehlenswert ist es, das offiziellen Datum des Pensionsantrittes gegenüber seinen Kolleginnen und Kollegen erst zu einem relativ späten Zeitpunkt bekannt zu geben, da man ab diesem Zeitpunkt für diese bereits nicht mehr als Aktiver gesehen wird und nur mehr als Mitläufer in die Arbeitsabläufe eingebunden ist.

 

Sollten Sie eine andere Erfahrung zu diesen Punkte erlebt haben, schreiben office@ooe-landespensionisten.at Sie uns, wie Sie die Zeit „Vor Pension“ erlebt haben!
  

2.  Gedankliche und mentale Einstimmung:


Nun hier stellt sich die Frage: Was werde ich in den 10 Stunden jeden Tages, die mir nun mehr zur Verfügung stehen, sinnvoll anfangen?


In diese Überlegungen ist an erster Stelle die Familie einzubinden. Wie werde ich die tägliche, nun mehr gemeinsam mit meiner Frau, den Kindern oder auch Enkeln, gewonnene Zeit verbringen? Nicht zu übersehen ist, dass auch die Anderen ein Problem haben, wie sie mit dem „jungen Pensionisten“ umgehen sollen. Hier sind gemeinsam besprochene und erarbeitete Tagesabläufe gefragt. Es könnte sonst sein, dass Sie einen „Störfaktor“ im gewohnten Haushalt darstellen. Das wollen Sie doch nicht! Was wäre es mit einer Mithilfe im gemeinsamen Haushalt. Schon einmal für die Familie alleine eingekauft, Wäsche gewaschen, den Staubsauger in der Hand gehabt? Sie sehen, hier gibt es ungeahnte Möglichkeiten.

 

Wenn noch genügend Zeit zum Pensionsantritt gegeben ist, sollte man sich auch Gedanken über die finanziellen Auswirkungen machen. Es steht plötzlich weniger Geld als vorher zur Verfügung. Also bereits im Vorfeld größere Investitionen vorziehen, sein bestehendes Hobby bereits jetzt ausbauen und sich Gedanken machen, wie künftig das liebe Haushaltsgeld eingesetzt werden soll.

 

Im beruflichem Bereich sollte man sich entscheiden, mit welchen Kolleginnen und Kollegen man auch, wenn man dann in Pension ist, persönlich einen Kontakt pflegen will und ob dieser Kontakt auch von der anderen Seite auch so gesehen wird. Einholen von Informationen, welchen Zugang man zu Datenbanken in der Pension noch haben wird oder auch nicht. Die dementsprechenden Passwörter dann mit nach Hause nehmen. Stichwort: „Intranet“.

 

Im privaten Freundes- und Bekanntenbereich wird es zu einer Umstellung kommen, da Sie plötzlich über eine andere Zeiteinteilung verfügen als Ihre Freunde. Darüber bereits jetzt sich Gedanken machen, wie man damit umgehen wird, kann manches „Missverständnis“ vorbeugen.

 

Diese kleinen Anregungen sollen es Ihnen erleichtern für Sie persönlich den richtigen Weg zu finden um einen „Pensionsschock“ zu vermeiden und gut vorbereitet in die Pension zu wechseln und sie auch zu genießen.

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